Jahreshauptversammlung 2016 der SPD Nehren

Ortsverein

Im Feuerwehrhaus kann der Ortsvereins-Vorsitzende Roland Gschwind  eine Gruppe interessierter SPD-Leute  begrüßen. Er informiert über die Tagesordnung, die sich formal vorwiegend mit den Themenbereichen Berichte und Ehrungen befasst.

Inhaltlich ging es zunächst um die Ehrungen langjähriger SPD-Mitglieder, die hier im Dorf und in der Region ehrenamtlich sich aktiv mit praktischer Arbeit in Projekten, mit der Organisation von politischen Aufgaben eingebracht haben und mit großem Engagement sozialdemokratisches Gedankengut hier in der Gemeinde vertreten haben.

Der Vorsitzende blickt gutgelaunt in die Runde und schreitet zur Ehrung der folgenden SPD – Mitglieder:

Ursel Tausch: Für 40 Jahre Mitgliedschaft in der SPD erhält sie Dankesworte vom Vorsitzenden – vor allem für ihre langjährige Tätigkeit als Gemeinderätin in Rottenburg und in Nehren sowie für ihre Arbeit in den Gremien der örtlichen und regionalen SPD.   Der Vorsitzende verliest den Text der zu überreichenden Urkunde  der Landes-SPD Baden-Württemberg und die traditionell dazugehörende SPD-Brosche.

Birgit Sauer: Für 30 Jahre Mitgliedschaft wird ihr neben herzlichen Dankesworten die Urkunde der Landes-SPD übermittelt. Obwohl sie seit vielen Jahren auswärts wohnt, unterstützt sie den Ortsverein Nehren immer noch mit Tat und Rat.

Thomas Puchan: Er wird für 25 Jahre treue Dienste in der SPD geehrt, die den Bürgern in Würzburg, Creglingen, Tauberbischofsheim  zu gute kamen. Seit etlichen Jahren ist er aktiv im Vorstand des OV Nehren und dort ein wertvoller Diskussionspartner, aber vor allem ein cleverer Verbindungsmann zu höheren Kreisen der SPD – er vermittelte die Besuche von Egon Bahr,  K.U.  Benneter und Bilkay Öney  nach Nehren. Der Vorsitzende spricht ihm großen Dank aus und überreicht ihm Urkunde sowie die SPD-Nadel.

Hans-Jürgen Müller:  Vor 30 Jahren ist Hans-Jürgen Müller in die SPD eingetreten und vom ersten Tag an war klar, dass hier ein überzeugter und überzeugender Sozialdemokrat zugange war,  der über Jahrzehnte hinweg die SPD im Gemeinderat mit engagierter Rede, aber in sehr sachlicher Form seine Ziele und konkreten Vorstellungen durchsetzen  und in der praktischen Gestaltung der Projekte auch realisieren konnte – oft genug hat er selbst Hand angelegt. Im Rahmen seiner jahrelangen Vorstandsarbeit wurde deutlich, dass für ihn das Wohl der Bürger und deren Gemeinschaften/Institutionen (z.B. Vereine, Kindergarten) und das Wohnumfeld (Ortsgestaltung, Kirschenfeld) im Zentrum stand. Großen Dank und die Urkunde der Landes-SPD überbrachte der Vorsitzende.

 

Hier schließt in ernster Stimmung der Kurzbericht des Vorsitzenden an: Er ließ zu Beginn seines Berichts deutlich erkennen, dass es ihm dieses Jahr schwer fällt,  über die SPD zu berichten: „Auch wenn man als Sozi Kummer gewohnt ist, 2016 war ein Katastrophenjahr.“ Aus seiner Sicht mangelt es an erfreulichen Ereignissen und Erlebnissen.

Positiv zu bewerten waren überregional die Ehrungen verdienter SPD-Mitglieder mit Leni Breymaier in Dußlingen im Frühjahr 2016 und auch die aufwendigen Aktionen im Landtagswahlkampf haben uns noch Spaß gemacht, der Einsatz im Dorf war groß.

Aber dann wurde am Wahltag leider klar, dass es der SPD als Regierungspartei nicht ausreichend gelungen war, ihre sehr guten Ergebnisse in der Wirtschafts- und Finanzpolitik, im Bildungsbereich  - mit den Themen wie mehr Steuergerechtigkeit und mehr Lohngerechtigkeit und sozialen Ausgleich - überzeugend  den Bürgern aufzuzeigen.  Die Reaktion war: eine Vielzahl von Wählern wandte sich bedenkenlos den  Versprechungen und populistischen Parolen wenig verantwortungsbewusster  Gruppen zu. Das heißt, auch in Nehren wurde die gute Arbeit und der engagierte Einsatz der SPD wenig honoriert, was bei der SPD Nehren zu Verständnislosikeit und auch Verärgerung geführt hat.

Als eher erfreuliche Aktionen im Dorf, die die SPD  mitgeplant und unterstützt hat, nannte der Vorsitzende die Gründung der Genossenschaft “Schwanen“ und die Fortschritte des Schwanen-Projekts, die Tempo 30 Regelung, die Integration der Flüchtlinge. Sehr erfreulich: Die 6 SPD-Ortsvereine im Steinlachtal haben sich zu einem „Sextett“ zusammengeschlossen und werden zukünftig mehr kooperieren und gemeinsame Aktionen starten.

Mit einem Hinweis auf die weltweit sehr dramatischen Geschehnisse und Situationen wie den Brexit, das Kriegen und Morden in Syrien und im Irak, die beängstigenden Reaktionen in der Türkei, das belastete Verhältnis zwischen USA und Russland und nicht zuletzt  die abstoßende Form des Wahlkampfes in den USA und dessen Ausgang schloss der Vorsitzende seinen wenig optimistisch klingenden Jahresbericht ab.

Neues aus dem Kreis teilt als unser Mann im Kreisrat, der SPD-Kreistagsabgeordnete Hans Rebmann mit. Er informiert über die dortigen Anträge der SPD im Rahmen der Haushaltsberatungen. Diese lauten: 
-  die Einrichtung einer Stelle für Rückkehrberatung für Fliüchtlinge
-  Personalstellen für Flüchtlingsbetreuung: Es sollen noch 6 weitere Stellen eingerichtet werden, damit ein günstigerer Betreuungs-Schlüssel (1 zu120) erreicht werden kann.
-  Kinderarmut: Es wurde die Einführung einer Kreisbonuskarte für sozial benachteiligte Kinder  beantragt, die zu Ermäßigungen in verschiedenen Bereichen berechtigt.
-  Wohnen für alte Menschen:: Das Projekt Lucke, das sich mit dem Wohnen betreuungsbedürftiger alter Menschen befasst, soll auf Antrag der SPD geförder werden.
Weitere Informationen sind: Das Landratsamt habe dringenden Raumbedarf, vor allem wegen neuer Aufgabengebiete aus den letzten Jahren; ein entsprechender Beschluss ist gefasst.

Kurzbericht vom Landesparteitag: Thomas Puchan informiert über die Wahl von Leni Breymaier zur neuen SPD- Landesvorsitzenden, über ihre Person und ihre sehr emotional gehaltenen Ausführungen zu den  Zielen der Landes-SPD , z.B. der Rentengerechtigkeit, in einem neuen Abschnitt sozialdemokratischer Politik im Land.

Abschließend werden die weltweit desaströse Politik und das aktuelle politische Geschehen auf Bundes-, Landes- und Dorfebene diskutiert.

Für den SPD-Ortsverein                                                       H. Schell

 
 

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