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Wahlen mit unterschiedlichem Qualfaktor (JHV 2006)

Nehrener SPD will in bewährter Qualität weiterarbeiten

Zur Jahreshauptversammlung der Nehrener SPD am vergangenen Freitag konnte der OV-Vorsitzende Dr. Hans Rebmann viele Mitglieder und unter den Gästen den SPD-Kreisvorsitzenden Martin Rosemann in der Backstube des Bürgerhauses begrüssen. Zunächst stand der Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr an. Es war geprägt von der vorgezogenen Bundestags- und der Landtagswahl. Deren Ergebnisse wurden auch bei der Nehrener SPD deutlich unterschiedlich empfunden. In seinem Jahres­bericht ging der Vorsitzende danach auch auf die aktuelle bundespolitische Lage ein und der Listenführer im Gemeinderat Hans-Jürgen Müller informierte über die anstehenden kommunalpolitischen Aufgaben. Die lebhaften Diskussionen endeten erst weit nach Mitternacht.
Die vorgezogenen Bundestagswahlen brachten angesichts der tatsächlich schwierigen, aber auch medial herbeigeschriebenen Ausgangslage ein für die SPD überraschend positives Ergebnis mit dem bekannten Ergebnis der Großen Koalition. In deren Programm ist eine deutlich sozialdemokratische Handschrift zu erkennen, neoliberales „Durchregieren“ ist jedenfalls nicht möglich.
Die Landtagswahlergebnis dagegen war auch für die Nehrener SPD ein schmerzliches; hier zeigte sich, daß die SPD es zur Zeit bei „unwichtigen“ Wahlen nicht schafft, einen Teil ihrer Stammwähler an die Urnen zu bringen. Und dies auch in Nehren, obwohl die SPD hier im Gegensatz zu allen Konkurrenten einen sehr intensiven lokalen Wahlkampf führte.
Der im letzten Jahr zahlenmäßig angewachsene und personell verjüngte Nehrener Ortsverein wird sich dadurch aber nicht entmutigen lassen und in bewährter Qualität weiterarbeiten: im Ort, im Gemeinderat, innerparteilich im Orts- und Kreisverband und gelegentlich auch mit Initiativen bei der Landes- und Bundespartei. Die Mitglie­der beschlossen, in Ergänzung zur bereits üblichen Halbzeit- und Leistungsbilanz der SPD-Gemeinderäte alle Nehrener Haushalte einmal im Jahr mit einem Flugblatt auch über die Aktivitäten des Ortsvereins zu informieren.
Da in diesem Jahr keine Neuwahlen anstanden, war der formale Teil der Mitgliederversammlung schnell erledigt: nach ihren Berichten wurden Hans Rebmann und die Kassiererin Sigrid Sauer ebenso einstimmig entlastet wie der übrige Vorstand.